Weltkirchliche Verantwortung

Die katholische Kirche ist der vermutlich älteste und mitgliederstärkste Global Player der Erde. Dieses historisch gewachsene individuelle und institutionelle Potenzial seiner Mitglieder und Institutionen will das Centrum für Globales Lernen systematischer in die Diskussion um die Gestaltung einer gerechten "Globalisierung in Solidarität, einer Globalisierung ohne Ausgrenzung" (Papst Johannes Paul II, Botschaft zum Weltfriedenstag 1998) einbringen.

In gut katholischer Tradition wird dabei versucht, stets die bestmögliche Balance zu finden zwischen den Rechten und Interessen des Individuums sowie den Rechten und Interessen von Nationen oder gar der Menschheitsfamilie als Ganzer (Papst Benedikt XVI, Caritas in Veritate).

Zwei große Hindernisse auf dem Weg zu einem einheitlichen Handeln der Menschheitsfamilie in Bezug auf eine gerechtere Ausgestaltung der Globalisierung ist heute das Auseinanderdriften von Reich und Arm, aber auch kulturelle Verschiedenheit, die einheitliches Handeln erschwert. Da die katholische Kirche Länder, Kontinente und Kulturen übergreift, empfiehlt sich das, was in ihrem Rahmen an erfolgreicher Kooperation gelingt, als guter Anhaltspunkt dafür, dass es auch in andere Kontexte hinein verallgemeinert werden kann.

Das Centrum für Globales Lernen profitiert in seiner Arbeit unmittelbar von:

  • Wissen und Erfahrungen, über welche die Jesuitenmission durch ihre Kontakte zu hunderten Hilfsprojekten in über 60 Ländern der Welt verfügt,
  • Wissen und Erfahrungen, die unsere Partner- und Sozialinstitute der Jesuiten, vor allem in Afrika. durch ihre Arbeit gewinnen (JESSAP, JCTR)
  • Wissen und Erfahrungen, die kirchlich-jesuitisch getragene akademische Forschungsinstitute erarbeiten (JCTR, IGP)
  • Wissen und Erfahrungen, die praktische Solidaritätsarbeit christlicher Hilfswerke vor Ort und im advokatorisch-politischen Eintreten erbringen (Kampagnen…).