Migration

Im Bereich Migration konzentriert sich die Arbeit des Centrums für Globales Lernen auf  "forced migration", auf Deutsch "Zwangsmigration". Dabei handelt es sich im Sinne einer Definition der International Organisation for Migration (IOM) um "a migratory movement in which an element of coercion exists, including threats to life and livelihood, whether arising from natural or man-made causes (e.g. movements of refugees and internally displaced persons as well as people displaced by natural or environmental disasters, chemical or nuclear disasters, famine, or development projects)." In anderen Worten: Das Centrum für Globales Lernen setzt sich für eine Gruppe von Migranten ein, die in aller Regel kaum Fürsprecher haben.

Dabei gehen wir von der Maxime aus, dass im christlichen Glaubens- und Wertesystem der Mensch das Maß aller Dinge für jegliches gesellschaftspolitisches Handeln ist: JedeR ist eine unverwechselbare Person, mit einer unverwechselbaren Würde, mit von Gott gegebenen Rechten, die inzwischen auch weitgehend in die Menschenrechtstradition Einzug gehalten haben, der wir uns in Nürnberg, der "Stadt des Friedens und der Menschenrechte", besonders verpflichtet fühlen. Auf diesem Hintergrund ist der Zwangsmigrant, der 'ärmste' aller Menschen: Er lebt ohne den sozialen Rückhalt von Familie und Landsleuten, er hat kaum einforderbare Rechte, er ist oft abhängig von Dritten, er hat kaum Möglichkeiten, seine eigenen Fähigkeiten zu entfalten und zu entwickeln.

Warum jemand zu einem "forced migrant" wird spielt dabei für das Erleben der Menschen keinen Rolle: Es ist ihnen egal, ob es sich um (Bürger-)Krieg, Umweltzerstörung oder materielle Armut und Perspektivlosigkeit handelt.

Diese Erfahrung und Perspektive möchten wir in unserer Arbeit zum Bereich der Migration stark machen.