Was ist Globales Lernen?

Das Centrum für Globales Lernen definiert den Begriff wie folgt:

"Globales Lernen" ist ein noch nicht abschließend definierter und entsprechend sich noch entwickelnder Bildungsansatz. Dabei gibt es Schnittmengen und Konkurrenzen zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE).

Globales Lernen ist ein mehrdimensionaler Ansatz, wobei für das Centrum für Globales Lernen Kriterien der menschenrechtlichen, entwicklungspolitischen und sozialen Dimension jenen der ökologischen Nachhaltigkeit gleichwertig sind:

Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar und darf durch keine anderen Werte übertrumpft werden. Dies gilt für die "Bekämpfung" von Terrorismus und Migration im Namen von Sicherheit und Souveränität ebenso wie für eine Politik der ökologischen Nachhaltigkeit, die, etwa durch "Outsourcing", auf Kosten armer Länder gehen. Eine andere Situation wäre, dass Urwaldgebiete geschützt werden, ohne dass die einheimischen Bewohner in die Überlegungen einbezogen und deren traditionelle Lebensweisen respektiert werden. Bei allen Maßnahmen, die zum Wohl der jetzigen und künftigen Generationen getroffen werden, müssen alle Akteure ein Mitspracherecht haben und die Möglichkeit bekommen davon Gebrauch zu machen.

Konkret erscheinen uns am Ansatz des "Globalen Lernens" folgende Schritte hilfreich, um unsere komplexe Welt besser verstehen und gestalten zu können:

  • Erstens: See. Die entwicklungspolitische und weltbürgerliche Aufklärung, d.h. die Fähigkeit zur und die Aneignung von anpassungsfähigem und flexiblem Wissen,
  • zweitens: Think. Die Förderung von Lebenskompetenzen im verantwortungsvollen Umgang mit Komplexität, Unsicherheit, Ambivalenzen und ständigen Veränderungen sowie
  • drittens: Act. Die nachhaltige und reflektierte Mitgestaltung des direkten wie weltumspannenden Lebensraumes unter besonderer Berücksichtigung jener, die von möglichen Maßnahmen betroffen sind.