Best Practice Prämierung 2012

Die Veranstaltungsreihe des Centrums für Globales Lernen wurde im Zuge der sozialethischen Offenisve im jahr 2012 zum Thema "Globale Gerechtigkeit" ausgezeichnet.

Das Projekt Centrum für Globales Lernen erheilt eine der drei Auszeichnungen zu jeweils 2000 Euro von der KEB Bayern. Das Motto der Best-Practice-Prämierung 2012 war "Globale Gerechtigkeit". Die folgenden Zeilen sind ein Auschnitt der Laudatio von Bernhard Forster:

"Die Veranstaltungsreihe ging im Zeitraum zwischen Herbst 2011 und Januar 2012 mit hohem akademischem Anspruch in mehreren Einzelveranstaltungen und Seminaren der Frage nach, was globales Lernen im Bereich der Sozialethik bedeutet, welche Wohlstandsmodelle in der Gegenwart existieren, inwieweit sie eine nachhaltige Entwicklung weltweit garantieren und inwieweit die Religionen – wohlgemerkt nicht nur das Christentum – Impulsgeber für ethisches Wirtschaften sein können; ein breites Themenspektrum, das schließlich im Bereich der ethischen Geldanlagen konkretisiert wurde. Angesichts der virulenten Finanzkrise wurde dabei ein höchst aktuelles Thema aufgegriffen und wissenschaftlich eingeordnet. Es wechselten Einzelvorträge mit Fachtagungen ab, die von Referenten aus verschiedenen Fachbereichen gestaltet wurden. Beeindruckt hat die Jury auch das religiöse Substrat der Veranstaltungen, da die sozialethische Fragestellung aus dem Blickwinkel des Christentums und des Islam in Theorie und Praxis beleuchtet wurde, eine Fortführung aus der Sicht des Buddhismus ist beabsichtigt. Die Methodenvielfalt, die Einzelvorträge, Arbeitsgruppen, Podiumsdiskussionen und ein „World Café“ als zentrales Austauschforum beinhaltete, zeichnet dieses Projekt ebenso aus wie die Vielzahl von Kooperationen, die die Akademie bei der Reihe einging – und das über den engeren kirchlichen Bereich hinaus, eingebettet in ein dichtes Netzwerk von regionalen Partnerschaften vor Ort in Nürnberg und Umgebung. So gelang es der Akademie auch, die avisierten Zielgruppen zu erreichen – allgemein Interessierte mit kirchlichem wie nichtkirchlichem Hintergrund genauso wie potenzielle Multiplikatoren aus den Bereichen Erwachsenenbildung, Politik und Wirtschaft, die das Thema weitertragen können. Die Einbeziehung eines jüngeren, akademischen Publikums über die Hochschulgemeinde hat den Beirat ebenfalls sehr angesprochen.

Auch dieses Projekt stieß auf ein breites Medienecho. Dass zum Beispiel das Wirtschaftsmagazin „brandeins“ als Medienpartner gewonnen wurde, zeigt, dass sich auch eine nichtkirchliche Öffentlichkeit durchaus für sozialethische Themen im Rahmen der Erwachsenenbildung gewinnen lässt. Überhaupt gelang es durch das Projekt in der öffentlichen Wahrnehmung zu vermitteln, dass sich katholische Erwachsenenbildung und damit Kirche generell nicht nur mit sich selbst beschäftigt, sondern mit Fragestellungen, die die Gesellschaft insgesamt entscheidend betreffen. Aus all diesen Gründen war es für die Jury keine Frage, das Caritas-Pirckheimer-Haus auszuzeichnen – nicht zuletzt auch deshalb, weil die Akademie damit eine Initialzündung setzen möchte für eine nachhaltige sozialethische Schwerpunktsetzung in ihrer Arbeit."

Offizielles Projekt der UN-Dekade 2011 - 2012

Das Centrum für Globales Lernen ist ein Vorzeigeprojekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Centrum für Globales Lernen als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhielt die Initiative, da sie das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzt: Sie vermittelt Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

Eine Jury aus Experten entschied über die Auszeichnung des Projektes „Centrum für Globales Lernen“. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig, dass die Projekte einen innovativen Charakter haben, dass sie in die Breite wirken und sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten bemühen.

UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014)

Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Wo kaufe ich Kleidung, ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.